


„Eine Gruppe von Menschen kann gemeinsam ein Ziel erreichen, für das der Einzelne zu schwach ist!“
Mit diesem Grundgedanken gründen die Hückeswagener Bürger Willi Keller, Hans Beché, Dolfek Freudenfeld, Karl von Polheim und Gerhard Lenz in der Zeit der Wohnungsnot nach dem Krieg die Genossenschaft. Sie überzeugen Stadt, Unternehmer, Kirche und Geschäftsleute von der Genossenschaftsidee: Am 11. Dezember 1950 wird die GBS mit 23 Mitgliedern eingetragen, die je einen Geschäftsanteil von 300 Mark übernehmen.
Kaufmann Lenz, der damalige Bürgermeister Paul Günther und Adolf Freudenfeld akquirieren innerhalb von 2 Wochen das Startkapital in Höhe von 100.000 Mark unverzinsliche, mit einem Prozent zu tilgende Wohnungsbaudarlehen. Grundstücke werden zu symbolischen Preisen zur Verfügung gestellt.
Ab sofort können Mitglieder sich mit begrenztem Einsatz von Geldleistung - und in den ersten Aufbaujahren auch durch Eigenleistung - ein eigenes Dach über dem Kopf schaffen.
Im Mai 1951 beginnt der Bau der ersten 10 Eigenheime mit Einliegerwohnung auf dem Mühlenfeld.
Die ersten Mietwohnungen werden 1954 in der Peterstraße errichtet. Es folgen etliche weitere Bauvorhaben.
In den 60ern entspannt sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt und man denkt an eine Schließung der Gesellschaft. - Das wird von staatlicher Seite verhindert.
Nach 25 Jahren sind 1975 nahezu 2.000 Miet- und Eigentumswohnungen errichtet und ein Grundvermögen von 55 Mio. Mark ist geschaffen. Ganze Siedlungen sind entstanden, bei denen die GBS von der Erschließung über den Straßen- und Hochbau bis zur Gestaltung der Außenanlagen alle Arbeiten verantwortet.
Bis 1985 prägt Gerhard Lenz als Vorstands- und später Aufsichtsratsvorsitzender mit Engagement die GBS. Der gelernte Müller, der nach dem Krieg seine neue Heimat in Hückeswagen findet, ist der Motor des dynamischen Aufschwunges der Genossenschaft. Als FDP-Mitglied ist er politisch aktiv und lange Jahre Ratsherr in Hückeswagen. Für seine Leistungen wird er 1979 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.

Seine Frau Irmhild Lenz übernimmt mit gleichem Enthusiasmus ab 1985 den Vorsitz im Vorstand, den sie ab dem 01.11.2008 an Herrn Thomas Nebgen übergibt. Ab dem 01.08.2011 unterstützt Herr Marcus Brück als nebenamtliches Vorstandsmitglied die GBS. Am 31.12.2011 legt Frau Lenz ihre Vorstandsaufgabe nieder und wechselt in den Ruhestand. Herr Nebgen führt die Genossenschaft weiter.
Mitte der 90er Jahre geht der Wohnungsbau in ganz Deutschland und damit auch in Hückeswagen zurück.
Mit der Jahrtausendwende verlagert sich der Schwerpunkt des Unternehmens auf die Bestandserhaltung der Mietwohnungen. Mieterservice und -dienstleistung stehen nun im Vordergrund. Dazu gehört die Modernisierung, sowohl nach optischen als auch nach Gesichtspunkten der Energieeffizienz.
Im September 2002 wird ein Stück Stadtgeschichte geschrieben. Am Etapler Platz, auf dem Areal des ehemaligen Bahnhofs entsteht das neue Zentrum von Hückeswagen. Der Geschäfts- und Wohnkomplex wird eingeweiht als Kommunikationsstätte mit Bürgerbüro, Ämtern, Polizei, Läden, Praxen sowie Eigentums- und Mietwohnungen.
In 2005 wird das Projekt Hambüchen als große Wohn-Baumaßnahme der GBS abgeschlossen.
Heute kümmern sich 5 Fachleute der Instandhaltung um die praktischen Belange der Mietwohnungen. Sie steuern auch externe Handwerkerunternehmen, die selbstverständlich auch Mitglied der GBS sind.
Das mit dem Vorstand 8-köpfige Team der GBS-Verwaltung sieht sich als Partner der Genossenschaftsmitglieder und übernimmt alle Aufgaben der Vermietung, über die Abwicklung von Versicherungsschäden bis zum Mahnwesen.
Vorstand
Thomas Nebgen (Mitglied des Vorstands und Vorstandsvorsitzender)
Marcus Brück (Mitglied des Vorstands)
Markus von Dreusche (Vorsitzender)
Erich Ahrens (stellv. Vorsitzender)
Klaus Seeger (Schriftführer)
Wolfgang Wegerhoff
Thomas Lang
Dieter Sappelt